6 Fragen an…Gabriele Trah

Der neue Ortsbeirat steht jetzt seit einigen Monaten. Wie hast du die Zeit bislang erlebt?

 

Da ich zum ersten Mal im Ortsbeirat bin musste ich mich erst eingewöhnen, viel lernen, viel lesen, mich informieren, die „alten Hasen und Häsinnen“ befragen, und als neue Fraktionsvorsitzende auch viel organisieren, auch mich selber organisieren. Unsere Fraktion hat immerhin 7 Mitglieder. Da fällt dann einiges an Koordination an. Ich hoffe aber, dass ich mit wachsender Routine immer besser mit den Ansprüchen des Amtes umgehen kann und lerne, Wichtiges von Unwichtigem zu unterscheiden und meine Zeit und Kraft auf Prioritäten zu konzentrieren. Darüber hinaus finde ich die kommunalpolitische Arbeit oft spannend, manchmal mach es auch richtig Spaß an Veränderungen direkt mit zu wirken und die Auswirkungen in relativ kurzen Zeitspannen zu beobachten. Nicht zuletzt empfinde ich es als Bereicherung viele neue und oft spannende Menschen kennen zu lernen und mit vielen tollen Mitstreiter*innen zusammen zu arbeiten.

 

Was motiviert dich in deiner politischen Arbeit am meisten?

 

In der Kommunalpolitik werden die Wirkungen von Veränderungen direkt spürbar. Es dauert zwar auch hier seine Zeit, bis Entscheidungen umgesetzt werden, dennoch gibt es eine vergleichweise schnelle Wirksamkeit im eigenen Umfeld. Das finde ich sehr befriedigend. Gefreut habe ich mich zum Beispiel, dass wir unsere Anträge zur Umgestaltung des Oeder Wegs zu einer fahrradfreundlichen Nebenstraße oder der Bornheimer Landstraße und weitere fahrrad- und fußgänger-freundliche Verbesserungen und Verkehrsberuhigungen der Straßen im Nordend, oft auch gegen einigen Widerstand, durchgebracht haben. Und ich freue mich darauf, die Umsetzungen dieser Veränderungen direkt selber beobachten zu können.

 

Was ist aus deiner Sicht das derzeit wichtigste Thema im Nordend?

 

Unser Beitrag zur Mobilitätswende und zum Klimaschutz. Die Umgestaltung der Straßen hin zu Straßen, die für Fußgänger*innen und Fahrradfahrer*innen, insbesondere Kinder, sicherer werden und mehr Aufenthaltsqualität für die Anwohner bieten habe ich ja schon erwähnt. Darüber hinaus erhoffe ich mir von der Parkraumbewirtschaftung und der Reduzierung von Parkplätzen langfristig auch eine Reduzierung der Autos im Nordend mit den entsprechenden Wirkungen auf unsere Umwelt, und unsere Luft- und Lebensqualität. Das wir es all die Jahrzehnte hingenommen haben, dass der öffentliche Raum immer mehr von Autos dominiert wird und alle anderen Interessen dabei zu kurz kommen, ist für mich mittlerweile unverzeihlich. Auf den Straßen des Nordends spielen keine Kinder mehr.  Zum Klimaschutz gehört auch eine wirksame Begrünung des Nordends. Die eine oder andere Initiative in diese Richtung haben wir bereits auf den Weg gebracht. Zum Beispiel die Beantragung einer Insektenwiese vor dem Hauptfriedhof, Einhaltung der Vorgartensatzung im Nordend, oder die Unterstützung für bürgerschaftliches Engagement zur Begrünung. Leider sind wir aber auch mit unserem Antrag, nach 19 Jahren die Erweiterung des Günthersburgparks endlich anzugehen, gescheitert. Und es bleibt eine Herausforderung die Fassaden-, Dach- und Balkonbegrünung und Entsiegelung zu beschleunigen. 

 

 

Wenn du einen Antrag sofort beim Magistrat durchbringen könntest, was sollte drinstehen?

 

Die Umsetzung der weitgehend autofreien Innenstadt. Wenn Paris, Wien, Oslo oder Barcelona das (zumindest zu großen Teilen) können, sollte das in Frankfurt doch auch möglich sein.

 

Wie kannst du am besten vom politischen Tagesgeschäft abschalten?

 

Beim Spazierengehen, oft mit einem Hörbuch im Ohr.

 

Wo im Nordend trifft man dich häufig? 

 

Im Holzhausenpark oder im Hauptfriedhof beim Spazierengehen, auf der Eckenheimer Landstraße und Glauburgstraße beim Einkaufen, am Bücherschrankt Ecke Glauburgstraße und Eckenheimer Landstraße, in der Espresso Bar oder Odyssee.

 



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